Modulare Multi-Energy-Plattformen: Für eine effiziente Modellvielfalt | Medien OPEL Allemagne

Modulare Multi-Energy-Plattformen: Für eine effiziente Modellvielfalt

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Mi, 13/06/2018 - 09:00


  • Neue Generation von Opel-Modellen: Auf Basis der Groupe PSA-Plattformen CMP und EMP2
  • Hohe Modularität und Flexibilität: Modulare Plattformen bieten Designern große Gestaltungsfreiheiten für charakteristische Modelle
  • Gerüstet: Jedes Modell mit effizienten Verbrennungsmotoren und als Elektroversion
  • Leichtbau: Integration von Verbundwerkstoffen, Aluminium und hochfesten Stählen

 

Rüsselsheim.  Effizienz ist der beste Antrieb, um Unternehmen im aufreibenden Automobilgeschäft zu schützen. Um effiziente, wirtschaftliche und umweltfreundliche Fahrzeuge herzustellen, ist bereits die Grundkonstruktion entscheidend. Darum basieren alle Pkw und die meisten leichten Nutzfahrzeuge der Groupe PSA aktuell auf den zwei modularen Multi-Energy-Plattformen CMP (Common Modular Platform) und EMP2 (Efficient Modular Platform). Eine modulare Plattform besteht in erster Linie aus der Bodengruppe, dem Fahrwerk, verschiedenen Antriebseinheiten sowie der Grundarchitektur für Elektrik und Elektronik. Die Plattform ist somit der entscheidende Faktor für eine kosteneffiziente Automobilfertigung und macht etwa 60 Prozent der Materialkosten aus. Als Modul wird jede Komponente bezeichnet, die in verschiedenen Fahrzeugen verwendet werden kann. Module für Motoren, Sitze, Cockpits und die Infotainment-Systeme sind wichtige Bestandteile der Plattformen der Groupe PSA.

„Dank gemeinsam genutzter Konzernplattformen werden wir bei der Entwicklung jedes neuen Opel/Vauxhall-Modells zwischen 20 Prozent und 50 Prozent der Entwicklungskosten einsparen – abhängig vom Modell und verglichen mit dem jeweiligen Vorgänger“, erklärt Opel CEO Michael Lohscheller.

Auf diesen modularen Plattformen lassen sich unterschiedliche Karosserievarianten für verschiedene Segmente und internationale Märkte entwickeln: Vier- und fünftürige Limousine, Kombi, Van, SUV, Cabrio oder Coupé sind machbar. Die Groupe PSA-Plattform für Fahrzeuge im B- und C‑Segment heißt CMP. Auf dieser sehr kompakten Plattform entsteht beispielsweise gerade die nächste Generation des Opel Corsa. Der Kleinwagen wird im kommenden Jahr seine Weltpremiere feiern. Auf der größeren EMP2-Basis – die für Pkw im C‑ und D-Segment verwendet wird – sind bereits das SUV Opel Grandland X und der familienfreundliche Hochdachkombi Opel Combo Life entwickelt worden.

Opel-Entwicklungschef Christian Müller sagt: „Wir vereinen in Rüsselsheim das Beste aus zwei Welten – hocheffiziente, topmoderne modulare Plattformen der Groupe PSA mit der Engineering-Expertise des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums. Alle unsere Autos werden zukünftig in Rüsselsheim entwickelt. Damit garantieren wir typische Opel-Tugenden und eine erstklassige Qualität – zum Wohle unserer Kunden.“

Modulare Flexibilität für großen Anwendungsbereich und Markencharakteristik

Dank hoher Modularität gepaart mit variablen Fahrwerksparametern werden viele Modellvarianten möglich. Gerade EMP2 bietet so eine große Bandbreite an Anwendungen:

  • vier unterschiedliche Spurweiten,
  • fünf unterschiedliche Radstände,
  • zwei unterschiedliche Cockpit-Architekturen,
  • zwei Hinterachsarchitekturen,
  • eine Vielzahl von Hinterwagenmodulen für verschiedene Versionen (kurz, lang, Fünf- oder Siebensitzer, Einzelsitze oder Sitzbank, Verbrennungsmotor oder Hybridantrieb),
  • und bis zu sechs verschiedene Hinterwagen, die auf derselben Fertigungslinie gebaut werden können.

 

Zusätzlich zu diesen verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten bietet die EMP2-Plattform jeder Marke der Groupe PSA den Spielraum, ihre Fahrzeuge ganz individuell gemäß der jeweiligen Markencharakteristik auszulegen. Diese Flexibilität gewährleistet, dass sich ein Opel wesentlich von den Schwestermodellen der Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles unterscheidet.

Große Gestaltungsfreiheit für die Designer

„Die hohe Variabilität der Groupe PSA-Plattformen CMP und EMP2 bietet uns Designern einen besonders großen Spielraum. Wir können harmonische Proportionen umsetzen und schaffen damit ein aufregendes Fahrzeug-Portfolio, das den vollen Charakter unserer Marke ausdrückt“, erklärt Opel-Designchef Mark Adams.

Dank der unterschiedlichen Spurweiten und der großen Radhäuser sind maximale Radgrößen von über 700 Millimeter – etwa für SUVs – möglich. Bereits im Grunddesign der Plattformen wurde berücksichtigt, dass weit nach außen gesetzte Räder den Fahrzeugen zudem einen sportlichen Ausdruck verleihen. Darüber hinaus erlaubt die sehr kompakte Anordnung aller Aggregate auch eine niedrige Motorhaube. Hierzu passen die Absenkung des Karosseriebodens und der Sitzplätze um bis zu 20 Millimeter im Vergleich zu älteren Plattformen. Damit erscheint die Seitenansicht flacher, dynamischer, ohne dass sich die Passagiere bei Raumkomfort und Sicht einschränken müssen. Zugleich verbessert dies den Luftwiderstand aufgrund der geringeren Stirnfläche – eine klassische Win-Win-Situation.

„Hardware, Software, die Auswahl der Module, verschiedene Abstimmungen und die jeweilige Kalibrierung – all dies hilft uns dabei, einen markenspezifischen Charakter für jedes einzelne Fahrzeug zu schaffen. Damit stellen wir die spezifische Opel-DNA sicher –für jedes unserer Modelle“, sagt Christian Müller.

Leichtbau und Antriebsvielfalt sorgen für niedrige CO2-Emissionen

Die Gewichtsreduktion künftiger Fahrzeuge ist bei der Entwicklung modularer Plattformen von entscheidender Bedeutung. Bei der EMP2 konnte beispielsweise durch die Verwendung innovativer Leichtbaumaterialien (Aluminium, hochfeste Stähle, Fahrzeugboden aus Verbundwerkstoff) das Gewicht gegenüber der Vorgänger-Plattform um 70 Kilogramm verringert werden.

Hinzu kommt, dass beide Multi-Energy-Plattformen für eine große Vielfalt von Antriebsmodulen ausgelegt sind. Sie können sowohl mit konventionellen Motoren als auch mit elektrifizierten Antrieben kombiniert werden. Auf diese Weise kann schon in der nahen Zukunft äußerst flexibel auf die Marktentwicklungen für Elektrofahrzeuge die passende Antwort gegeben werden. So wird die auf der CMP-Basis entwickelte nächste Corsa-Generation sowohl mit effizienten Downsizing-Verbrennungsmotoren als auch mit einem rein elektrischen Antrieb auf den Markt kommen. Bei der EMP2 gibt es zusätzlich die Option des Hybridantriebs. Hier wird der Opel Grandland X als allradangetriebener PHEV (Plugin Hybrid Electric Vehicle) 2019 debütieren. Bereits bis 2024 wird es dank der modularen Multi-Energy-Plattformen in allen auf dem europäischen Markt angebotenen Pkw-Baureihen von Opel eine Elektroversion geben.

Da es gegenwärtig äußerst schwierig ist, den zukünftigen Antriebsmix vorherzusehen, bieten die Multi-Energy-Plattformen die notwendige Flexibilität. So können die Marken der Groupe PSA entsprechend auf die Anforderungen des Marktes reagieren – mit vielen Optionen und der Produktion unterschiedlicher Varianten auf derselben Linie.

Synchronisierte Herstellungsprozesse in allen Werken

Modulare Plattformen für die fünf Marken der Groupe PSA (Opel, Vauxhall, Peugeot, Citroën und DS Automobiles) erleichtern zudem die effiziente Herstellung der Fahrzeuge an allen Standorten. Sie sind so konstruiert, dass der Karosseriebau dabei vollautomatisch stattfinden kann. Darüber hinaus können die Gleichteile aus dem jeweils am nächsten gelegenen Komponentenwerk der Groupe PSA bezogen werden. Logistikströme werden durch die Anlieferung in kleinen Packeinheiten verbessert, unnötige Lagerhaltung vermieden, der Flächenbedarf auf ein Minimum reduziert.

Bei der Konstruktion der Plattformen wurde auch an die Arbeitsbedingungen am Band gedacht. Die wichtigsten Erleichterungen bei beiden Plattformen wurden für die Arbeiten am Unterboden vorgenommen, die zu den anstrengendsten Montagetätigkeiten gehören. So konnten 80 Prozent der Über-Kopf-Arbeiten wegfallen, indem die Teile nun im Komponentenbereich vorbereitet und nicht mehr von unten bei der „Hochzeit“ (Verbindung von Motor und Karosserie) angedockt werden.

 

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und dem Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Helmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern unentgeltlich erhältlich ist.

 

Kontakt

Patrick Munsch
Group Manager Produkt- und Markenkommunikation
Telefon: +49 6142/7-72 826
Mobil: +49 160 713 1102
patrick.munsch@opel.com

David Hamprecht
Manager Produkt- und Markenkommunikation
Telefon: +49 6142/7-74 693
Mobil: +49 151 12 18 31 76
david.hamprecht@opel.com

Axel Seegers
Manager Marken- und Motorsport-Kommunikation
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Mobil: +49 151/16 41 95 70
axel.seegers@opel.com

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