„Besser geht es gar nicht!“

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Nico Santos, einer der erfolgreichsten Singer-Songwriter Deutschlands und Kampagnenbotschafter für den Opel Mokka, spricht im Interview über seine Kindheit auf Mallorca, was er von Helene Fischer gelernt hat und warum der Opel-Stromer das perfekte Auto für ihn ist.

Glückwunsch, Herr Santos. Bei Ihnen läuft es zurzeit richtig gut. Sie haben ein neues Album veröffentlicht, sind Juror bei Casting-Show „The Voice of Germany“ und seit neuestem auch Kampagnen-Botschafter für den neuen Opel Mokka. Was gefällt Ihnen ganz besonders an dem Auto?
Ich habe ja erst seit eineinhalb Monaten meinen Führerschein. Ich freue mich, jetzt endlich mal fahren zu können. Darauf habe ich 27 Jahre lang gewartet. Ein SUV war mein klarer Favorit. Ich bin aber auch umweltbewusst und als von Opel die Anfrage kam, ob ich Kampagnen-Botschafter des neuen Opel Mokka werden wollte, war ich natürlich happy, dass es davon eine emissionsfreie Elektro-Variante gibt. Direkt vor meiner Haustür in Berlin habe ich zwei Ladestationen. Besser geht es ja gar nicht. Ich bin sehr glücklich mit meinem neuen Mokka!

Sie haben aber sozusagen noch Bewährung als Führerschein-Neuling?
Es gibt ein Jahr Probezeit, ich bin aber sehr zuversichtlich, dass alles klappt. Ich bin ein entspannter Autofahrer, rasen ist nicht mein Ding. Ich bin ja auf Mallorca aufgewachsen, da darf man nur 110 km/h fahren.

Sie haben kurz vor ihrem Abitur die Schule geschmissen. Haben Sie das je bereut?
Nein, nie. Für mich war immer klar, dass ich Musiker werden möchte. Das wusste ich schon mit drei Jahren. Meine Eltern sind Musiker und ich wollte das auch werden. Schule ist natürlich wichtig, und ich würde meinen Kindern immer raten, dass sie ihr Abi machen sollen. Aber mein Weg war eben ein anderer. Dazu gehört aber auch viel Glück und viel Fleiß.

„Ich bin happy, dass es eine emissionsfreie
Variante vom Opel Mokka gibt.“

Sie haben einen sensationellen Weg gemacht…
Ja, für mich war es in der Konsequenz dann gar nicht so schlecht, dass ich abgebrochen habe: Ich hatte gar keine andere Option als Musik zu machen. Das hat mich angetrieben. Ich hatte keinen Plan B und habe meine Musikpläne dann voll durchgezogen. Niemand hätte mich davon abbringen können.

Was ist das Wichtigste, was Sie von Ihren Eltern gelernt haben?
Immer glücklich zu sein mit dem, was man macht. Mein Papa hat nie einen klassischen Job gehabt. Er hat so vieles gemacht: Chefredakteur und Meteorologe bei Radio Bremen, Backgroundsänger bei Roy Black und der „Melitta-Mann“ in der Kaffee-Werbung. Nichts davon hat er wirklich gelernt. Und deshalb: Einfach glücklich sein mit dem, was man macht – das ist das Wichtigste. Meine Eltern haben mir immer vermittelt, nichts zu tun, was mich nicht glücklich macht. Es geht darum, glücklich zu sein im Leben.

Sie haben Ihr berufliches Glück zunächst als Animateur im Robinson Club gesucht, das war Ihr erster Job. Wie hat diese Zeit Sie geprägt?
Sehr. Ich habe auf Mallorca gelebt, in der Schule Spanisch und Katalanisch gelernt. Ich war fast zwei Jahre im Club. Das war für mich überhaupt der erste Kontakt zu Deutschen. Da musste ich zum ersten Mal zeigen, dass ich vor Menschen reden kann. Jeden Abend gab es eine Show, die „Michael Jackson“-Show oder die „Falco“-Show. Meistens war ich der Hauptdarsteller mit 17, als jüngster im Team. Ich hatte oft 18-Stunden-Tage. Das ging morgens um 9 Uhr los und erst gegen Mitternacht war Schluss! Dadurch habe ich gelernt, hart zu arbeiten und viel mit Menschen zu kommunizieren. Rückblickend kann ich sagen: Es war die beste Schule meines Lebens!

Stimmt es, dass Ihre Eltern Ihnen mit drei Jahren eine Michael Jackson Kassette geschenkt haben?
Ja, damit fing alles an. Es war eine Art Initialzündung. Generell war es ein großes Geschenk wie ich aufwachsen durfte. Bei uns zuhause lief immer Musik. Wir hatten ein Studio, meine Mama hat Schlagzeug gespielt, mein Papa alle möglichen Instrumente. Er ist ein phantastischer Saxophonist. Und wir haben auch sehr viel gemeinsam musiziert, waren als die „Welly-Family“, benannt nach der „Kelly-Family“, unterwegs. So sind wir durch Mallorca getingelt, haben auf Dorffesten gespielt. Das war eine wunderbare Zeit für mich als Kind.

Wann haben Sie angefangen, eigene Dinge auszuprobieren?
Ich habe mit fünf Jahren mein erstes Hörspiel gemacht, wir hatten gemeinsame Familien-Auftritte. Mit 12 habe ich mit Papa meine ersten eigenen Songs geschrieben und produziert. So hat sich diese Liebe zur Musik entwickelt und in mir den Wunsch gefestigt, diesen Weg weiter zu verfolgen.

Seit Anfang Oktober sehen wir Sie bei „The Voice of Germany“ als Juror. Was möchten Sie ihren Talenten in der Show mitgeben?
Das Wichtigste ist: Ehrlichkeit gewinnt! Und Authentizität. Mir hat es sehr geholfen auf andere zu hören, auf mein Team, auf Freunde. Ich bin ja noch relativ neu dabei und muss sagen, dass mich die vergangenen fünf Jahre, die ich in Berlin lebe, sehr geprägt haben. Es gab einen besonderen Moment: Ich war mit einem Freund im Studio, wir hatten einen Song geschrieben und er meinte zu mir: „Probier‘ mal hier eine andere Stimme, eine Mischung aus verschiedenen Künstlern mit deiner Stimme gepaart. Wie würde das klingen?“ Das war für mich eine Art Schlüsselmoment, in dem ich dachte: Okay, jeder Song braucht seine eigene Stimmung, seine eigene Vision. Man muss sich vorstellen: Wen möchte ich gerne porträtieren, wie will ich das wiedergeben? Wie kann man aus einer Stimme eine ganz spezielle Stimme machen? Wie findet man seine eigene Mikrofonstimme? Genau das kann ich meinen Talenten am besten vermitteln.

„Ein guter Tipp von Sido:
‚Indem du Dinge ausprobierst, weißt du
auch, worin du nicht so gut bist.’“

Sie schreiben für Super-Stars wie Helene Fischer – was kann man von solchen Stars lernen?
Helene Fischer ist ja eine Ausnahmekünstlerin in Deutschland. Von solchen Super-Stars lernt man, wie viel Arbeit dahintersteckt. Allein Helenes Live-Shows, ihre Alben – wie durchdacht das alles ist. Das sind alles Faktoren, die mir helfen. Was mir tatsächlich am meisten geholfen hat, waren Tipps von anderen Künstlern. Die haben mich weitergebracht. Ob das Sarah Connor war oder Sido. Alle Tipps waren hilfreich als ich vor fünf Jahren angefangen habe.

Welcher Ratschlag hat Ihnen ganz besonders geholfen?
Sido meinte zu mir: ‚Indem du Dinge ausprobierst, weißt du, worin du nicht so gut bist. Und dann weißt du aber auch, worin du gut bist. Und genau das musst du perfektionieren!’ Das fand ich super. Ich habe dann viel experimentiert und gelernt.

Wenn man so früh so viel Erfolg hat wie Sie, ist man dann nicht gefährdet, abzuheben?
Nein, zumindest bei mir ist das nicht so. Ich bin geerdet und ich habe ein sehr gutes Umfeld, das aufpasst. Ich habe noch die gleichen Freunde wie vor sechs oder sieben Jahren. Meine Familie, mein Vater, meine Mutter und meine Schwester Clarissa sind die entspanntesten Menschen, die man in einer Familie haben kann. Die gehen damit sehr gut um. Ich mache mir da keine Sorgen.

Ihr Vater kennt das Show-Business wie kein anderer. Was hat er Ihnen geraten?
Ein wichtiger Rat von ihm war: Nimm dir das alles nicht so zu Herzen, was andere über dich sagen. Konstruktive Kritik ist gut, daraus kannst du lernen. Aber ansonsten lass das alles nicht so nahe an dich ran und zieh einfach dein Ding durch. Was mir in diesem Fall entgegen kommt: Ich bin relativ vergesslich. Negative Kritik prallt sozusagen an mir ab, weil ich sie ganz schnell wieder vergessen habe (lacht).

Unter dem Hashtag #ThisIsOpel sind Sie einer der Kampagnen-Botschafter für den Opel Mokka in den Sozialen Medien. Sind Sie privat auch viel auf Instagram & Co unterwegs?
Bisher hielt sich das alles in Grenzen. Ich fange erst jetzt so richtig damit an, drehe Videos und lade sie hoch. Es ist also noch alles neu, aber ganz spannend und es macht mir großen Spaß. Ich muss meinen Weg in diese virtuelle Welt noch finden.

„Ehrlichkeit und
Authentizität gewinnen.“

Sie haben einmal gesagt, Sie möchten gerne irgendwann mit einer Frau, zwei Kindern, zwei Hunden auf einer Finca auf Mallorca leben – wie sieht es damit aus?
Ich komme diesem Traum immer näher. Ich möchte aber nicht nur eine Finca auf Mallorca haben, sondern auch ein Domizil in Deutschland. Ich werde dann pendeln. Einen richtig schönen Sommer auf Mallorca zu erleben ist toll. Im Winter ist auf der Insel nicht so viel los. Ein schöner Winter in Deutschland mit Schnee hat auch seine Reize – wenn es denn mal wieder Schnee geben sollte…

Die Show-Branche ist sehr ungewiss. Als Songschreiber haben Sie allerdings auch die Chance, bis ins hohe Alter Geld zu verdienen. Ist das Ihr zweites Standbein.
Ja, der Beruf als Sänger war nie meine Hauptmotivation. Ich wollte immer Musiker werden. Dazu gehört es eben, Songs zu schreiben, auch für andere und kreativ zu sein. Mir war immer wichtig, dass ich nicht nur ein einziges Standbein habe – ich wollte vieles können. Ich habe früher auch Filmmusik gemacht, etwa für „Fack ju, Göhte“, und ich habe Musik für Werbung gemacht. Ich habe mich recht breit aufgestellt. In der heutigen Welt reicht es nicht mehr, nur Sänger zu sein.

Sie haben Ihrem besten Freund, der bei einem Unfall verstorbenen ist, den Song „Walking in your shoes“ gewidmet. Stimmt es, dass er eine Art „Schutzengel“ für Sie ist?
Ja, ich bin zwar nicht der gläubigste Mensch, aber wenn ich bete, bete ich zu ihm. Dass er hilft, dass es uns allen gut geht, seiner Familie, unserer Familie, unseren gemeinsamen Freunden von früher. Ich bin ganz sicher, mein Freund passt von da oben auf mich auf.

Was macht Sie glücklich?
Wenn meine Familie und Freunde gesund sind. Dass wir alle zusammenhalten, macht mich glücklich.

Was ist Ihr größter Wunsch?
Dass Corona schnell vorbei geht und man wieder Konzerte spielen kann. Meine Tour wurde auf Frühjahr 2021 verschoben. Für meine Crew und die Fans würde ich mir wirklich sehr wünschen, dass es bald wieder los geht!

Herr Santos, vielen Dank für das Gespräch.

Biographie Nico Santos 
Bekannt wurde er durch seine Hits „Rooftop“ und „Home“, sein zweites Album „Nico Santos“ ist gerade erschienen. Der Singer-Songwriter produziert aber auch Songs für andere Künstler, darunter Lena Meyer-Landrut und Helene Fischer. Geboren in Bremen, aufgewachsen auf Mallorca, spricht Nico Santos, Jahrgang 1993, fließend Spanisch und hat bereits in jungen Jahren Instrumental- und Gesangsunterricht erhalten. Er wurde in eine musikalische Familie hineingeboren. Sein Vater Egon Wellenbrink ist die „Melitta-Mann“-Werbeikone der 90er-Jahre.  

 

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