Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen: Wo Rekorde geboren werden | Medien OPEL Allemagne

Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen: Wo Rekorde geboren werden

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Do, 26/07/1984 - 16:15


Velomobil-Weltrekordversuch 2018: Rekordfahren in Rodgau-Dudenhofen
 
  • Mehr als 70 Kilometer Teststre >Sensation 1972: Diesel GT stellt zwei Welt- und 18 internationale Rekorde auf
  • Hochleistung 2003: Eco Speedster fährt 17 internationale Rekorde ein
  • Mit Muskelkraft: Liegerad-Rekorde 1999, 2002, 2004 und 2010
  • #WeBelieve: Neuer 24-Stunden-Weltrekordversuch von Nici Walde im Velomobil

 

Rüsselsheim.  Mehr als 70 Kilometer Teststrecken samt Hochgeschwindigkeits-Rundbahn, Skid Pads, Airbag-Labor und Klimakammer – wo normalerweise alle Opel-Fahrzeuge auf Herz und Nieren geprüft werden, geht nun Nicola „Nici“ Walde auf die Piste. Die 44-jährige Extremsportlerin will in ihrem Velomobil auf der 4,8 Kilometer langen Rundbahn im Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen mehr als 1.219 Kilometer mit reiner Muskelkraft fahren – und damit den 24-Stunden-HPV-Weltrekord (Human Powered Vehicles e.V.) knacken. Noch nie hat ein Mensch aus eigener Kraft eine größere Distanz an nur einem Tag zurückgelegt – damit würde Nici Walde ebenso wie das Opel Test Center Geschichte schreiben. Dass sie hierfür in Dudenhofen am richtigen Ort ist, zeigt ein Blick in die Historie des 1966 eröffneten Opel Test Centers. Denn dort haben sämtliche Opel-Modelle auf dem Weg zur Serienreife bis heute nicht nur mehr als insgesamt 200 Millionen Test-Kilometer zurückgelegt, das Zentrum ist auch eine Geburtsstätte für Weltrekorde – mit und ohne Motorantrieb.

„Nur Fliegen ist schöner“ – besonders im Diesel GT von 1972

Bereits im Juni 1972 verblüfft Opel mit einem aufregenden Diesel-Projekt die Öffentlichkeit. Mit einer aerodynamisch optimierten GT-Karosserie stellt der Diesel GT im Opel Test Center Dudenhofen insgesamt zwei Weltrekorde und achtzehn internationale Rekorde für Dieselfahrzeuge auf.

Von außen ist der modifizierte GT kaum als solcher zu erkennen. Für die Rekordfahrten erhält der GT eine noch flachere, aerodynamisch noch ausgefeiltere und leichtere Karosserie. Anbauteile wie Türgriffe, Rückspiegel und Stoßstangen sucht man vergebens, dafür erhält der Prototyp auf Fahrerseite eine Plexiglaskuppel. Unter der Haube sorgt der 2,1 Liter große Dieselmotor für Leistung. Dank Abgasturbolader bringt es das Triebwerk auf für damals erstaunliche 95 PS. Zwei Tage und drei Nächte lang wird der Prototyp von einem Team aus Rennfahrern/innen über die Schnellfahrbahn gejagt. Der Diesel GT stellt dabei Rekord um Rekord auf – über 10 Kilometer, 100 Kilometer, 500 Kilometer, 1.000 Kilometer … Die Distanz von 10.000 Kilometern spult das Fahrzeug in gerade mal rund 52 Stunden ab – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von erstaunlichen 190,88 km/h. Die gestoppte Höchstgeschwindigkeit über 1.000 Meter bei fliegendem Start liegt nochmals höher: bei 197 km/h! Vor 46 Jahren eine sensationelle Leistung für einen Diesel.

Diesel-Rekorde, die Zweite – der Opel Eco Speedster jagt über die Rundbahn

Auch der 27. Juli 2003 geht als besonderes Ereignis in die Geschichtsbücher von Opel ein. Denn um genau 12:44 Uhr gehen die Rekordfahrten mit dem Opel Eco Speedster auf der Hochgeschwindigkeits-Bahn in Rodgau-Dudenhofen erfolgreich zu Ende. Der Eco Speedster fährt innerhalb von 24 Stunden 17 internationale Rekorde für Spezialautomobile mit aufgeladenem Dieselmotor ein.

Für die Rekordfahrten mit dem Diesel-Prototyp wird der Antriebsstrang auf Hochleistung getrimmt. Für Leistung sorgt eine auf 82 kW/112 PS gesteigerte Version des kleinsten 1,3‑Liter-Diesel-Vierzylinders der Welt, der zu dieser Zeit auch für Opel Agila und Opel Corsa angeboten wird (hier mit 51 kW/70 PS). Darüber hinaus loten die Opel-Ingenieure bei Aerodynamik und Gewicht die Grenzen der Technik aus. Das zweisitzige Fahrzeug, das auf dem Serien-Speedster basiert, verfügt über eine Kohlefaser-Karosserie und bringt nur 600 Kilogramm auf die Waage. Der sensationelle Luftwiderstandsbeiwert liegt bei cW = 0,20. So absolviert der Eco Speedster die schnellste Runde während der 24 Stunden mit dem imposanten Stundenmittel von 256,269 km/h. Über einen Kilometer mit fliegendem Start erzielt er 256,739 km/h Spitze. Auch dem „Eco“ im Namen macht der flinke Speedster alle Ehre: Mit 2,54 Litern Diesel pro 100 Kilometer erreicht er ebenfalls eine Bestleistung.

Von Motor- zur Muskelkraft – Rekordfahrten im Liegerad

Doch nicht nur auf vier Rädern werden im Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen Weltrekorde eingefahren. Das von Wald umgebene und damit recht windunanfällige Gelände bietet auf der Hochgeschwindigkeits-Rundbahn auch ideale Bedingungen für Fahrrad-Rekordversuche. Und diese sind hier schon mehrmals geglückt.

Im August 1999 stellt sich Radsportler Lars Teutenberg mit seinem vollverkleideten Liegerad „White Hawk“ an die Startlinie. Das aerodynamisch optimierte, 90 Zentimeter niedrige und nur 46 Zentimeter breite Rad verfügt über Kohlefaserverkleidung und ‑rahmen. Bei idealen Wetterbedingungen um 20 Grad Celsius tritt der Kölner in die Pedale seines 18,5 Kilogramm leichten Gefährts. Während der Fahrt beschleunigt er zwischenzeitlich auf fast 90 km/h – und legt als erster Mensch aus eigener Muskelkraft mehr als 80 Kilometer in einer Stunde zurück. Doch das ist dem ehrgeizigen Radrennfahrer nicht genug: Im ständigen sportlichen Wettkampf mit dem Kanadier Sam Whittingham verbessert Teutenberg am 27. Juli 2002 seinen eigenen Weltrekord auf 82,6 Kilometer in 60 Minuten. Genau zwei Jahre und vier Tage später, am 31. Juli 2004, hat wiederum Sam Whittingham die Nase vorn – ebenfalls in Dudenhofen. Der Kanadier schafft auf der Rundbahn in der gleichen Zeitspanne nochmal 1,62 Kilometer mehr und hebt die Messlatte auf 84,22 gefahrene Speedbike-Kilometer pro Stunde an.

Einen weiteren Weltrekord im Liegerad nimmt sich 2010 der erfolgreiche Trondheim-Oslo-Fahrer Axel Fehlau vor. Er legt am 9. Oktober im Opel Test Center auf seiner „Speedhawk“ in sechs Stunden 426,8 Kilometer zurück. Damit übertrifft er die alte Rekordmarke deutlich um mehr als 50 Kilometer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit schraubt er so von vormals 65 auf über 71 km/h hoch.

Nici Walde schlägt nun mit ihrem 24-Stunden-HPV-Weltrekordsuch ein neues Kapitel der Rekordfahrten in Dudenhofen auf. Dabei will sie die bestehende Bestmarke für Frauen und Männer übertreffen. Opel wünscht viel Glück und sagt: #WeBelieve in you!


 

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